Hacknet

Der spielerische Hackingsimulator

Da ich mich für IT interessiere, musste ich nicht lange überlegen, ob ich mir das Spiel “Hacknet” zulege. Zugegeben, ich wurde nur auf das Spiel aufmerksam, weil es im Steamshop für 48 Stunden kostenlos angeboten wurde. Trotzdem reizt es mich, ein erstes Review nach ca. 7 Stunden Spielzeit zu schreiben.

Die Story habe ich nun das erste Mal durchgespielt, es gibt aber laut des Entwicklers noch einen weiteren Weg, das Spiel abzuschließen. Somit lohnt es sich, das Spiel auch ein zweites Mal durchzuspielen und gewisse Dinge dann anders zu lösen, denn grundsätzlich bietet das Spiel viele Entdeckungsmöglichkeiten und belohnt aufmerksame bzw. neugierige Spieler. So macht es teilweise Sinn, sich die Logs nochmal genauer anzusehen, um die IP-Adressen von weiteren, sich im Spiel befindlichen Computern, auszumachen.

Auf Steam wird das Spiel als “Terminalbasierter Hackingsimulator” beschrieben. Das Wort Simulator sollte dabei meiner Meinung nach aber nicht zu viel Gewicht bekommen, denn das Spiel ist im Vergleich zur Realität sehr abgespeckt und vereinfacht worden. Was es natürlich für Leute mit gar keiner Erfahrung in dem Bereich einfach macht, einen guten Einstieg zu finden. Der Rest der Beschreibung ist aber Programm. Man hackt mit seinem Terminal was das Zeug hält. Dabei nimmt der Schwierigkeitsgrad mit weiterem Spielverlauf zu und man muss das ein oder andere Mal seinen Kopf anstrengen, um zur Lösung und somit zur Erfüllung der Mission zu kommen.

Der Einstieg mit dem Tutorial ist gut gelungen, denn der Spieler wird nicht mit Infos und der Spielmechanik überfordert. Nach und nach werden weitere Tools eingeführt, um die nachfolgenden Missionen zu erfüllen. Trotzdem wird phasenweise der Spielverlauf in Hacknet etwas eintönig, da man die immer gleiche Routine nutzt und sich quasi nur das Zielsystem ändert. Durchhalten lohnt sich aber, da das Ende nochmal sehr spannend und anspruchsvoll für den Spieler wird.

Eine weitere Schwäche des “Hackingsimulators” ist, die Karte, auf der die einzelnen Rechner dargestellt werden, mit denen sich der Spieler verbinden kann. Diese wird mit zunehmendem Spielverlauf immer unübersichtlicher. Diesen Schwachpunkt hat sich der Entwickler zum Glück zu Herzen genommen und in der Erweiterung behoben.

Auffällig ist, dass Hacknet dem Spieler sehr viele Freiheiten lässt. So kann es auch mal sein, falls man nicht den Missionsanweisungen folgt oder die falsche Datei löscht, dass sich die gesamte eigene Spielbenutzeroberfläche verabschiedet und einem nur noch das Terminal zur Verfügung steht. Es liegt dann an dem Spieler das Ganze wieder gerade zu biegen, was durchaus möglich ist, wenn man die Fertigkeiten und Informationen aus den vorheringen Missionen anwenden kann. Weitere Hilfestellung wird von dem Spiel aber nicht gegeben und wer vorher nicht wirklich aufgepasst hat, bekommt dann echt Probleme.

Das ist aber gleichzeit auch der Charme des Spiels. Es gibt einem die Fertigkeiten um die Missionen zu lösen, stößt den Spieler aber nicht mit dem Kopf auf die Lösung, sondern lässt diesen mit dem Problem alleine und zwingt ihn, seinen Gehirnschmalz für die Lösung anzustrengen. Das weckt nach dem Abschließen der Missionen das Gefühl, als würde wirklich ein Hacker in einem stecken (zumindest ein kleiner).

Wenn die Story beendet wurde, bietet das Spiel die Möglichkeit, sich eigene Szenarien zu bauen. Dafür gibt es eine eigene Kategorie in der man auf spielerische Weise, also auch durch Missionen, lernt, wie der Entwickler Hacknet programmiert, strukturiert und aufgebaut hat. Dadurch erhält der Spieler, sofern das Interesse besteht, das Wissen um sich seine eigene Story samt Missionen, Rechner, Fraktionen usw. zu bauen, bzw. zu programmieren.

Wem das zu viel Arbeit ist, der kann sich auch im Steamworkshop bedienen. Dort haben viele Nutzer bereits Erweiterungen für das Spiel veröffentlicht, wodurch sich die Spielzeit nochmal um ein vielfaches verlängern lässt (welche aber in der Regeln nur in Kombination mit dem DLC funktionieren).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hacknet meiner Meinung nach eine Kaufempfehlung ist. Für knapp 10€ erhält der Käufer ca. 6-8 Stunden Story, welche er durchspielen kann. Dabei lohnt es sich aber das Spiel ein zweites Mal durchzuspielen, um Kleinigkeiten zu finden, die man beim ersten Mal nicht bemerkt hat. Ihr erhaltet das Spiel und weitere Informationen über folgenden Link: Hacknet auf Steam kaufen

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