Shadow im Kurztest

Ein Gaming PC kann schnell mal an die 1.500 Euro bis 2.000 Euro kosten. Der Streamingdienst „Shadow“ möchte diese aufwendige Investition abschaffen und bietet seit kurzem in Deutschland die Möglichkeit, einen Terminal-PC zu mieten, um dort seine Lieblingsspiele zu zocken.

Der Anbieter „Shadow“ ist vergleichbar mit dem PSN Dienst „PS Now“ von Sony. Bei Shadow erhält man einen vollwertigen PC mit genügend CPU Leistung, einer Grafikkarte, welche vergleichbar mit einer Geforce 1080 ist, 12 GB Arbeitsspeicher und 256 GB Festplattenspeicher. Die Anbindung der Virtuellen Maschine erfolgt mit ca. 1Gigabit! Steam Spiele können in wenigen Minuten vollständig heruntergeladen werden.

Das hört sich doch erst einmal sehr gut an. Nach der kostenpflichtigen Anmeldung (zu den Preisen komme ich später) kann es bis zu 5 Werktage dauern, bis der Terminal für einen eingerichtet wurde.

Bei mir hat es lediglich wenige Stunden gedauert. Zuerst klickt man sich durch die bekannte Windows 10 Einrichtung. Danach erhält man einen vollwertigen PC.

Wie auch bei jedem anderen (neuen) PC, empfiehlt es sich, erst einmal das System aktuell zu machen und sämtliche Windows 10 Updates zu installieren. Ebenfalls darf der Nvidia Treiber nicht vergessen werden.

In meiner Konfiguration war eine Quadro P5000 von Nvidia mit 12GB Speicher verbaut. (Siehe Screenshot)

The Witcher 3 ruckelte anfänglich

Die Einrichtung von Windows und die Installation von sämtlichen Spielen verlief schon mal sehr flüssig ab. Als ich dann aber das erste Mal The Witcher 3 startete, war ich ein wenig erschrocken. Es ruckelt im Menü und das nicht zu knapp. Es ist mir kaum gelungen, das Game wieder zu beenden.

Ich überprüfte noch mal die Shadow Einstellungen und stellte die Verbindung auf 50Mbit/s.

Die VM (Virtual Maschine) wurde natürlich neu gestartet. Und ja, es läuft schon mal besser.

Im Hilfebereich wird einem zuerst Empfohlen, den aktuellen Grafiktreiber zu installieren. Das habe ich bereits erledigt. Wichtig ist immer, dass VSYNC deaktiviert wird und somit lief The Witcher 3 auch endlich flüssig.

Spiele, die ich getestet habe, sind: Forza Horizon 4 (Ultra), Rocket League (Höchste) , Counter-Strike Global Offensive (Hoch), Ark Surival Envolved (Episch) Battlefield 1 (Ultra) und  The Witcher 3 GOTY (Höchste)

BF1 in Ultra habe ich hier getestet

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Oder ist es vielleicht doch nicht auf Shadow gespielt worden?

 Counter-Strike GO & Rocket League oder auch die Latenz

Counter-Strike Global Offensive und Rocket League, zwei Spiele die nicht unbedingt einen High-End-Gaming-PC benötigen, aber eine geringe Latenz benötigten.

Zwei Spiele, um die „Verzögerung“ der Eingabe zu testen.

Beide Spiele laufen sehr flüssig, auf der höchsten Grafikeinstellung. Die Pings bewegten sich niemals über 20 Millisekunden. Die Eingabe war sehr direkt. Ich habe mir einen kleinen Test erlaubt und habe die beiden Spiele gefilmt und einem Freund geschickt. Bei beiden Spielen konnte er nicht feststellen, ob ich am Host Rechner spiele oder das ganze auf Shadow läuft.

Preise

Shadow bietet verschiedene Preisstaffelungen an. Für lediglich einen Monat kostet Shadow 44,99 Euro. Im 3-monatigen Abo kostet Shadow dann nur noch 34,99 Euro. Erst richtig Preiswert wird Shadow auf 12 Monate für 29,99 Euro.

Das scheint jetzt immer noch für den ein oder anderen teuer zu sein. Aber hier ein kleines Rechenbeispiel. Shadow kostet im 12-monats Abo 29,99 Euro. Rechnen wir das auf 12 Monate, sind wir bei einem Preis von gerundet 360 Euro. Für 360 Euro bekommen wir noch lange keinen Gaming-PC. Und selbst wenn man die Investition auf zwei Jahre sieht, bekommen wir noch immer keinen Gaming PC. Ebenfalls wird der gekaufte Gaming Rechner immer noch auf dem jetzigen Stand sein. Shadow verspricht, dass man immer relativ aktuelle Hardware verbaut.

Gutscheincode

Wer jetzt Interesse an am Shadow Dienst hat bekommt mit dem Gutscheincode „LAREVAPI“ 10 Euro auf dem ersten Monat vergünstigt.

Den Gutscheincode von Shadow einfach bei der Bestellung in das dafür vorgesehen Feld einfügen und direkt einen Abzug von -10 Euro erhalten.

Shadow auf dem Macbook

Ebenfalls lässt sich die Shadow App auf Mac OSX installieren. Mein Macbook Pro ist aus Ende 2011 und mit einem i7, 500GB SSD und 8GB Arbeitsspeicher ausgestattet. Die Schwache und in die Jahre gekommene Intel Grafikkarte 3000 schafft nicht mehr wirklich irgendein Spiel.

Mit der Shadow App lässt sich dort aber noch zocken. Nach jetzigem Stand finde ich die Windows App von Shadow aber deutlich performanter. (Vielleicht liegt es aber auch am schwächeren Macbook Pro)

IOS-App / Android App

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Beitrages war die IOS-App noch nicht verfügbar. Ein genaues Veröffentlichungsdatum fand ich nicht auf der Homepage.

Lediglich die Android App ist bereits jetzt schon verfügbar. Da ich kein Android besitze, konnte ich die App nicht ausprobieren.

Fazit

Die Idee hinter Shadow ist großartig. Das Spiel auf dem leistungsschwachen Notebook anfangen, am PC weiterspielen und unterwegs mit dem Tablet zu ende Spielen. Shadow benötigt mindestens 15 Mbits, dass entspricht einer 16 Tausender (A)DSL Leitung.  Laut Hersteller reicht für unterwegs eine stabile 3G Verbindung aus.

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